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Tao Nielsen
einer der angesehensten Pfeifenmacher Dänemarks antwortete in einem
Interview mit der Zeitschrift cigar clan auf die Frage: "Gibt
es in Dänemark junge Pfeifenmacher, die das Potential haben, Ihre
Generation abzulösen?" wie folgt: "Ja, zweifellos. Unter
den jungen Pfeifenmachern gibt es eine ganze Reihe talentierter
Leute. Nehmen wir zum Beispiel Lasse Skovgaard, der gerade einmal
Mitte Zwanzig ist. Ein würdiger Vertreter der dänischen Schule."
Grund genug
sich mit diesen talentierten Pfeifenmacher einmal genauer zu beschäftigen.
Im Jahr 2005 fing Lasse Skovgaard, im Alter von 21 Jahren, an die
Pfeifenwelt zu entdecken und auf sich aufmerksam zu machen. In den
davor liegenden Jahren hat er bereits für die renommierte Pfeifenfirma
Larsen gearbeitet, bevor er dann Pfeifen unter seinem eigenen Namen
auf den Markt brachte. Sein Vater, Benni Jorgensen, hatte bereits
viele Jahre für Larsen als Pfeifenmacher gearbeitet und im
wesentlichen die Pfeifenmacherkunst durch den weltbekannten Pfeifenmacher
Teddy Knudsen erlernt. Wie andere Pfeifenmacher der zweiten und
dritten Generation wuchs auch Lasse Skovgaard umgeben von Pfeifen
auf und half seinem Vater schon im frühen Alter von 16 Jahren
in seiner Pfeifenwerkstatt. Dort lernte er sehr viel von seinem
Vater und machte zunächst Pfeifenstopfer und anderes Pfeifenzubehör
aus Horn sowie anderen Materialien für Larsen. In diesen frühen
Jahren fing er bereits an Pfeifen zu machen, jedoch war weder er
noch sein Vater mit diesen frühen Ergebnissen sehr zufrieden.
Er gab jedoch nicht auf und verfeinerte mit der Zeit seine Arbeitsmethoden
und Designideen. Dieses konzentrierte, harte Lernen und seine Hartnäckigkeit
gepaart mit seinem künstlerischen Talent führten letztendlich
dazu das er bereits im Alter von 18 Jahren für die Zweit-Ton
und Select Reihen von Larsen Pfeifen herstellte. Schon kurze Zeit
später überantwortete ihm Larsen auch die Herstellung
von Straight Grain Modellen, denn auch bei Larsen fiel das Talent
dieses jungen Mannes schon sehr frühzeitig auf. Im Jahr 2004
schlug dann Teddy Knudsen vor das Lasse Skovgaard die Chicago Pipe
Show mit einigen eigenen unter seinem Namen hergestellten Pfeifen
besuchen sollte. Ihm sollte dies einen Eindruck vermitteln was andere
Pfeifenmacher auf den Markt bringen und über das Feedback zu
seinen zwölf mitgebrachten Pfeifen einen Einblick geben, wie
Pfeifensammler und -raucher auf seine Schöpfungen reagieren.
Das Feedback des Fachpublikums war überwältigend positiv
und innerhalb kürzester Zeit verkaufte er dort alle 12 mitgebrachten
Pfeifen. Dadurch beflügelt bildete dies ein solides Fundament
für seine Zukunft als Pfeifenmacher. Anfang 2005 wagte er dann
den Schritt in die Selbständigkeit und baute ein kleines, aber
feines Händlernetz in verschiedenen Ländern auf, wobei
er von Anfang an sehr erfolgreich in den USA war. Ebenfalls arbeitete
er sehr intensiv daran seine Handwerkskunst zu verfeinern und einen
eigenen, erkennbaren Stil heraus zu arbeiten. Nach einer weiteren
extrem erfolgreichen Pipe Show in Chicago begann er sich weiter
einen Namen als einer der kommenden Pfeifenmacher auf zu bauen und
sich in seiner Selbständigkeit zu etablieren. Zunächst
spiegelte sich, verständlicherweise, bei Lasse Skovgaards Pfeifen
der Stil seines Vaters wieder. Von diesem hat er sich jedoch nach
und nach gelöst und seinen eigenen kunstvollen Stil entwickelt.
Mittlerweile kann man durchaus beobachten das der Stil von Teddy
Knudsen einen größeren Einfluss auf seine Schaffenskraft
hat. Bis Ende 2007 teilte Lasse Skovgaard mit seinem Vater eine
Werkstatt, Anfang 2008 kam es jedoch zu einem Umzug und Lasse Skovgaard
nutzt nun die Werkstatt und Räumlichkeiten von Teddy Knudsen.
Dies wird sicherlich zur weiteren Verfeinerung und Herausarbeitung
seines eigenen, individuellen Stils beitragen. Schon heute im recht
jungen Alter von 24 Jahren zählt er zu den herausragenden Talenten
und den kommenden großen Pfeifenmachern Dänemarks. Pro
Jahr fertigt er ca. 400-500 Pfeifen, die eine immer größere
Fangemeinde in aller Welt erfreuen.
In Deutschland
ist Lasse Skovgaard mometan noch nicht so bekannt, entwickelt sich
aber immer mehr zu einem Insider Tipp. Seine Handwerkskunst verbunden
mit seinem ausgeprägten künstlerischen Talent findet hierzulande
immer mehr begeisterten Zuspruch bei Pfeifenrauchern und -sammlern.
Im Dezember
2007 konnte ich mit Lasse Skovgaard ein kurzes Interview führen:

Lasse Skovgaard
JW:
Lasse, wo leben und arbeiten Sie?
LS: Ich
lebe in Praesto im südlichen Teil von Zealand, wo ich die Werkstatt
meines Vaters (Benni Jørgensen) mit benutze. Aber von Januar 2008
an werde ich in Aarhus leben und dort die Werkstatt und Räumlichkeiten
von Teddy Knudsen nutzen können.
JW: Wie kam
es dazu das Sie Pfeifenmacher wurden?
LS: Da
mein Vater Pfeifenmacher ist wuchs ich umgeben von Pfeifen auf und
entwickelte schon als kleiner Junge ein großes Interesse an
der Kunst des Pfeifenmachens.
JW: Wann fingen Sie mit dem Pfeifenmachen an?
LS: Ich machte meine ersten Pfeifen mit denen ich auch zufrieden
war im Alter von 17 Jahren, erste Erfahrungen mit der Herstellung
eigener Pfeifen sammelte ich jedoch schon einige Jahre zuvor. Seit
2003 verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit der Herstellung von
Pfeifen.
JW: Was fasziniert Sie am meisten an dieser Tätigkeit?
LS: Am meisten fasziniert mich an der Pfeifen Herstellung das
man nahezu frei ist jede Art von Pfeife zu schaffen, die einem vorschwebt.
Man kann wirklich sein künstlerisches Talent entfalten und
ausleben. Nur eine Grenze gibt es, die Pfeife muss funktional und
handwerklich so gearbeitet sein das sie den größtmöglichen
Rauchgenuß schenkt.
JW: Was zählt zu den größten Enttäuschungen
beim Pfeifenmachen?
LS: Eine der für mich grössten Enttäuschungen
ist das Loslassen. Wenn ich eine wirklich außerordentlich
schöne und besondere Pfeife geschaffen habe, an der ich einige
Tage gearbeitet habe, dann fällt es mir sehr schwer sie ab
zu geben und zu verkaufen. Und häufig weiß ich nicht
wo dieses besondere Exemplar ein neues Zuhause findet. Aber letztendlich
lebe ich davon Pfeifen zu verkaufen.
JW: Haben Sie Lieblingsformen?
LS: Meine Lieblingsformen sind Freehand Shapes, wo man - wie
ich zuvor schon angedeutet habe - sein künstlerisches, kreatives
Talent entfalten kann.
JW: Was ist Ihre erfolgreichste Pfeifenform?
LS: Tatsächlich fällt es mir schwer zu sagen was meine
erfolgreichste Form ist, von meinen Freehand Bent Brandys und Dublin
habe ich jedoch sehr viele hergestellt und verkaufen können.
JW: Habe Sie für Ihre Pfeifen ein Grading System?
LS: Ja, bei den sandgestrahlten Pfeifen sowie bei den glatten
Modellen habe ich ein Grading von 1-3 und für die High Grade
Modelle nutze ich einen Löwen Stempel.
JW: Wer ist Ihr größtes Vorbild als Pfeifenmacher?
LS: Am Anfang war ich natürlich stark durch meinen Vater
inspiriert, aber nun denke ich das mich Teddy Knudsen´s Werk
am meisten beeinflusst. Aber ich habe auch großen Respekt
vor der Arbeit anderer Pfeifenmacher.
JW: In welchem Land sind Sie bisher am erfolgreichsten?
LS: Ich denke das ich bisher die meisten Pfeifen nach Amerika
verkauft habe, aber der Ferne Osten und Europa haben von den Stückzahlen
die USA nun nahezu erreicht und entwickeln sich bestens.
JW: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
LS: Ich möchte im deutschen Pfeifen Markt bekannter werden
und wenn ich es schaffe in Deutschland Fuß zu fassen werde
ich meine meisten Pfeifen wohl in Europa verkaufen können.
In der nahen Zukunft möchte ich mich in Deutschland mehr promoten
und bekannter machen. Dann würde ich sehr gerne alle Geschäfte
die meine Pfeifen verkaufen einmal persönlich besuchen.
JW: Rauchen Sie selber auch Pfeife? Wenn ja, haben Sie
eine Lieblingsform, einen Lieblingstabak?
LS: Ja ich rauche immer wieder mal sehr gerne eine Pfeife zur
Entspannung und zum Genuß. Es wäre ja auch etwas seltsam
Pfeifenmacher zu sein und selber nicht zu wissen wie es ist eine
Pfeife zu rauchen. Meine Lieblingsform ist eine Straight Billiard
und eine Freehand Bent Brandy. Als Tabak bevorzuge ich momentan
Sweet Dublin von Orlik.
JW: Lasse, vielen Dank für dieses offene Gespräch und
vor allem viel Erfolg mit Ihren Plänen für den deutschen
Pfeifenmarkt.

In
Deutschland sind Pfeifen von Lasse Skovgaard momentan bei noch nicht
so vielen Fachgeschäften erhältlich, unter anderem jedoch
beim Pfeifenstudio Frank in Rheinbach (http://www.pfeifenstudio-frank.de/)
Außerdem
kann der interessierte Fachhändler, Pfeifenfreund und Pfeifensammler
auch direkt mit Lasse Skovgaard, der ein sehr gutes Englisch spricht,
Kontakt aufnehmen:
Email: skovgaardpiber@hotmail.com
Telefon: +45 60 44 70 39
Lasse Skovgaard hat mich ausdrücklich um die Veröffentlichung
dieser Kontaktdaten gebeten.
Eine Webseite ist in Vorbereitung und wird unter anderem auch in
deutscher Sprache im Laufe des Februar / März 2008 online gehen.
Pfeifen
Photo Gallerie: Unter
folgenden Link gibt es eine Photo Gallerie mit Bildern von Lasse
Skovgaards Pfeifen, welches ständig mit Bildern neuer Pfeifen
aktualisiert wird: www.skovgaard.pipecorner.de
24.04.2008:
Neue Bilder von Lasse Skovgaard, seiner Werkstatt und einigen neuen
Pfeifen:

Lasse Skovgaard
mit seinem Schwiegervater, man beachte die verschiedenen Pfeifenstile
Lasse Skovgaard
mit einer neuen Kreation

Lasse Skovgaard
in seiner Werkstatt
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